Schröpfen: Uralte Heilkunst für moderne Beschwerden
Fühlen Sie sich verspannt? Leiden Sie unter Rückenschmerzen oder chronischen Entzündungen? Das Schröpfen ist eine traditionelle Reiztherapie, die seit Jahrtausenden genutzt wird, um Blockaden zu lösen, die Durchblutung zu fördern und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.
Bei dieser uralten Methode werden spezielle Schröpfgläser auf die Haut gesetzt. Durch einen erzeugten Unterdruck, der traditionell mit Feuer oder heute oft mit einer Pumpe erzeugt wird, entsteht ein Vakuum. Dieses Vakuum stimuliert die Haut und das darunterliegende Gewebe intensiv. Das Ergebnis? Ein verbesserter Energiefluss und eine Anregung der Blutzirkulation im betroffenen Bereich.
Zwei Wege zur Linderung: Trockenes und blutiges Schröpfen
Je nach Diagnose und Art der Beschwerden kommen zwei Hauptformen des Schröpfens zur Anwendung:
- Blutiges Schröpfen: Bei akuten Schmerzen und Stauungen wird die Haut vor dem Aufsetzen der Gläser leicht angeritzt. Der entstehende Unterdruck saugt dann gestaute Stoffwechselendprodukte und Gewebeflüssigkeit ab. Dies führt zu einer unmittelbaren Entlastung des betroffenen Bereichs, verbessert die Blutzirkulation und beschleunigt die Stoffwechselvorgänge im Gewebe.
- Trockenes Schröpfen (unblutig): Bei dieser Methode werden die Gläser auf intakte Haut aufgesetzt, um die Durchblutung zu fördern und Verspannungen zu lösen. Es wird hauptsächlich bei sogenannten „kalten Gelosen“ angewendet – Verhärtungen oder Dellen im Gewebe, die auf eine verminderte Blutversorgung hindeuten. Der erzeugte Unterdruck sorgt für eine starke Durchblutung, die den Stoffwechsel anregt und nachhaltig zur Normalisierung des Gewebes beiträgt.
Wo Schröpfen hilft
Schröpfen ist eine vielseitige Therapie, die bei einer Reihe von Beschwerden wirksam sein kann:
- Bewegungsapparat: Ideal bei Rückenschmerzen und anderen Verspannungen.
- Verdauung: Kann bei funktionellen Darmerkrankungen Linderung verschaffen.
- Atemwege: Unterstützt die Behandlung von akuter und chronischer Bronchitis.
- Kreislauf und Immunsystem: Hilft bei Schwächezuständen, niedrigem Blutdruck und chronischen Entzündungen wie Nasennebenhöhlenentzündungen.
- Herz: Kann funktionelle Herzbeschwerden lindern.
Schröpfkopfmassage: Tiefenentspannung und Lockerung
Eine Sonderform ist die Schröpfkopfmassage. Hierbei wird die Haut mit Öl vorbereitet und die Schröpfgläser werden über die Haut geschoben und bewegt. Dieser Vorgang lockert das Gewebe tiefgehend, löst hartnäckige Verspannungen und sorgt für eine intensive Entspannung. Meist wird diese Technik an Rücken oder Oberschenkeln angewendet, bis eine deutliche Rötung der Haut sichtbar wird.
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